Wie du mit den sieben Säulen der Resilienz jedem Sturm widerstehst

Überall knackt und kracht es. Der Lärm ist ohrenbetäubend.

Mit voller Wucht hat der Sturm den Wald getroffen. Die Bäume sind reihenweise umgefallen oder umgeknickt. Ein trauriger Anblick.

Aber es gibt sie. Einzelne. Bäume, die den Sturm fast schadlos überstanden haben. Ein wenig zerzaust und krumm, aber doch vollständig intakt.

Wie war das möglich?

Lies in meinem Beitrag, was resilient heißt und wie du mit den sieben Säulen der Resilienz widerstandsfähig wirst. Und jedem Sturm widerstehst. 

1. Was haben biegsame Bäume mit resilienten Mensch gemeinsam?

Was genau heißt resilient? 

Resiliente Menschen sind genau das: biegsame Bäume. Sie akzeptieren ihr Schicksal und stellen sich nicht dagegen. Sie kämpfen nicht gegen etwas, was sie nicht ändern können. 

Menschen mit hoher Resilienz besitzen eine hohe Widerstandskraft. Sie meistern die Krisen und Belastungen ihres Lebens besser als andere. Sie knicken nicht so einfach um.

Ein resilienter Mensch fällt durchaus wie andere Menschen hin, ist aber in der Lage, schneller und vor allem gestärkter wieder aufzustehen.

Sieben Säulen der Resilienz

ohne Widerstandskraft

Offen ist die Frage, ob Resilienz erblich erworben ist. Hier ist sich die Wissenschaft nicht einig. Ein Teil der Wissenschaftler geht davon aus, das Resilienz ausschließlich mit den Erfahrungen des Lebens erlernt wird. Andere vermuten, dass auch erbliche Veranlagungen eine große Rolle spielen.

Es ist aber klar bewiesen, dass Resilienz erlernbar ist. Für jeden von uns. Auch für dich. 

Die Art und Weise wie du mit deinen Problemen umgehst, hat entscheidenden Einfluss auf deine physische und mentale Gesundheit.

  • Du hast Stress im Job? >> Akzeptiere ihn und lerne Strategien, um mit dem Stress umzugehen.
  • Oft fühlst du dich mental ausgelaugt? Dir fehlt die Kraft, den täglichen Herausforderungen entgegen zu treten? >> Übe dich in Mentaltraining. Trainiere deine Gedanken genauso wie du eine Sportart trainierst.
  • Du hast eine bittere Enttäuschung hinter dir? Du fühlst dich gekränkt und missverstanden? >> Lerne zu dir zu stehen. Lass nicht zu, dass deine Selbstachtung leidet.
  • Dich hat eine Krankheit gepackt? >> Lerne mit ihr zu leben. Mit Jammern und Klagen wird alles nur schlimmer. Die Krankheit hat dich sonst im Griff. Erfahre hier, wie du eine Lebenskrise bewältigen kannst.
  • Du fühlst dich einsam und allein? Lies in diesem Beitrag über emotionale Einsamkeit, was du dagegen tun kannst.
  • Stärke deine Resilienz mit den sieben Säulen der Resilienz!

2. Die Sieben Säulen der Resilienz – das stabilste Haus der Welt (falls alle Säulen intakt sind)

2.1 Fundament – Basis der sieben Säulen der Resilienz

Stürme treffen auch auf Häuser. Jedes Jahr werden Dächer abgedeckt und im schlimmsten Fall stürzen sogar Häuser ein.

Häuser mit einem starken Fundament, stabilen Wänden (oder Säulen) und einem wetterfestem Dach überleben am besten. Genauso muss dein Sieben-Säulen-Resilienz-Haus sein. Stabil und Sturmfest. 

Was heißt resilient?

Sieben Säulen der Resilienz - Fundament

Häuserbauen steht sicher nicht ganz oben auf der Liste deiner Fertigkeiten. Aber du weißt, dass man als Erstes ein Fundament legen muss. Das ist die Grundlage eines stabilen Hauses. 

Beim Bau deines Hauses der sieben Säulen der Resilienz legst du also zuerst ein Fundament.

Und falls du beim Fundament, bei den Säulen oder beim Dach Hilfe benötigst, dann lass dir helfen. Erfahre hier mehr übers Mentalcoaching.

Sei fest überzeugt, dass du resilient sein kannst. Glaube daran, dass du zu einem Menschen mit hoher Resilienz werden kannst.  

„Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht.“ Henry Ford

Sei fest davon überzeugt, dass du dein Haus der sieben Säulen der Resilienz erbauen kannst! Dann wird es auch funktionieren. 

Setze dich mit jeder einzelnen Säule auseinander. Stärke alle deine Sieben Säulen der Resilienz. Nur ein Haus mit Sieben gleichmäßig stabilen Säulen kann Stürmen widerstehen.

Was heißt resilient?

Was heißt resilient?

2.2 Erste Säule der Resilienz - Akzeptiere dich selbst!

„Wer mit sich selbst in Frieden leben will, muss sich so akzeptieren, wie er ist.“ – Selma Lagerlöf

Erste Säule: Lerne Situationen und dich selbst akzeptieren!

Selbstakzeptanz. Selbstliebe. Selbstvertrauen.

Das sind Schlagwörter, die du immer wieder liest. Sie sind die Basis für deine Resilienz. Nur wenn du dich selbst akzeptierst, kannst du im Leben resilient und widerstandsfähig sein.

1. Fokussiere dich auf deine Stärken.
Erinnerst du dich an deine Schulzeit? Wenn du einen Test oder einen Aufsatz zurückbekommen hast, dann waren die Fehler immer fett und rot angestrichen. 95% deiner Arbeit war super. Und die fehlenden 5% leuchteten rot. Das war deprimierend.
Was heißt Resilienz?

Konzentriere dich unbedingt auf deine 95%. Freue dich an deinen guten Leistungen. Und baue sie aus. Festige deine Stärken. Werde ein Experte deiner Stärken. Bleibe bei dir selbst.

2. Akzeptiere deine Schwächen.

Sicherlich hast du auch Schwächen. Jeder hat Schwächen.

Ich kann mir zum Beispiel sehr schlecht Namen von Personen, Städten, Bergen usw. merken. Auch fällt es mir sehr schwer Vokabeln zu lernen. Als Kind war es für mich ein Horror Gedichte aufzusagen. Die Verse wollten einfach nicht in meinem Kopf bleiben.
Dafür war und bin ich stark im vernetzten Denken und in Mathematik.
Jahrelang habe ich mich mit meinen Schwächen auseinander gesetzt. Stundenlang habe ich versucht, Vokabeln zu lernen. Schließlich gehörte es zum guten Ton Sprachen zu beherrschen. Ich habe auch ewig an Taktiken getüftelt, um mir Namen zu merken. 
Das Dumme am Ganzen: es hat mir keinen Spaß gemacht. Ich war immer frustriert, weil ich nicht vorwärts kam. Und das Allerschlimmste: ich hatte keine Zeit mehr für meine Stärken.
Inzwischen konzentriere ich mich auf meine Stärken. Ich habe aufgehört, meine ganze Zeit in meine Schwächen zu investieren. 
Und weißt du was? Es geht mir bestens. Ich bin aufgeblüht. Ich komme vorwärts, lerne neue Sachen und bin immer topmotiviert.

Also, verschwende nicht deine wertvolle Zeit. Akzeptiere deine Schwächen. Freunde dich mit ihnen an. Schenke ihnen nur die absolut notwendige Aufmerksamkeit.

3. Akzeptiere Situationen, die du nicht ändern und beeinflussen kannst. Lerne Chancen zu erkennen.

Dir ist gekündigt worden. Oder deine Großmutter ist verstorben. Oder du hattest einen Unfall.

Das sind alles Situationen, die du nicht mehr ändern kannst. Du kannst jetzt in Selbstmitleid erstarren und hilflos dein Leben aus der Hand geben.

Oder du akzeptierst die Situation und stellst dich auf die neuen Gegebenheiten ein. Es liegt an dir. 

  • Erkenne das Positive aus dem Vergangenen und wende es in der Zukunft an.
  • Ändere den Fokus in deinem Leben.
  • Erkenne neue Ziele.
Sieben Säulen der Resilienz - Säule Eins

Säule Eins: Akzeptiere dich selbst!

2.3 Zweite Säule der Resilienz - Sei kein Opfer!

„Wenn wir in überkommenen Opferrollen verharren, geraten wir immer und immer wieder in dieselbe Situation.“ - Marci Shimoff

Zweite Säule: Verlasse deine Opferrolle!

Eine Opferrolle einzunehmen, kann etwas ganz bequemes sein. Du bist nicht schuld. Die Umstände, andere Menschen, dein Schicksal – alle sind schuld, nur du nicht.

Und es kann durchaus für dich von "Vorteil" sein: du bekommst Trost und Mitleid. Du erhältst Aufmerksamkeit. 

Vielleicht möchtest du sogar etwas ändern, aber du hast das Gefühl, dass es gar nicht geht. Du fühlst dich hilflos und ausgeliefert. 

Verlasse deine Opferrolle und stärke damit deine Resilienz! Erhöhe deine Widerstandskraft!

1. Stoppe als erstes deine Schuldzuweisungen.
  • Zum Beispiel ist dir gekündigt worden. Jetzt ist dein Chef, die Firma oder gleich die ganze Gesellschaft schuld. 
  • Oder du bist von deinem Partner verlassen worden. Nun ist ausschließlich er schuld. 
  • Es mangelt dir an Selbstwertgefühl, weil deine Eltern dich nicht genug geliebt haben. Obwohl es vielleicht schon Jahre her ist, sind sie trotzdem noch schuld, weil sie dir damals nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt haben.  

Nimm dein Leben selbst in die Hand. Stoppe deine Schuldzuweisungen und verlasse deine Opferrolle. 

2. Höre mit deinem Selbstmitleid auf.

Selbstmitleid ist der Klassiker, um nichts tun zu müssen. Du versuchst gar nicht erst, irgendwas zu ändern. 

Du bekommst das Mitleid der Menschen um dich herum. Sie beklagen und bedauern dich. Du bist schließlich das arme Opfer. 

Resiliente Menschen werden nie im Selbstmitleid versinken. Sie analysieren ihre Situation, akzeptieren sie und erkennen, dass es an ihrer Einstellung liegt, wie sie dem Leben entgegen treten.

3. Klage und jammere nicht.

Wenn du klagst und jammerst, wirst du auch nie aus deiner Opferrolle heraus kommen. Du bleibst in einer Negativspirale hängen. 

Löse deine negativen Glaubenssätze auf. Konzentriere dich auf positive Menschen, Dinge und Ereignisse. Suche diese bewusst.

Sieben Säulen der Resilienz - Säule Zwei

Säule Zwei: Sei kein Opfer!

2.4 Dritte Säule der Resilienz - Lebe realistischen Optimismus!

„Der Pessimist beschwert sich über den Wind. Der Optimist erwartet, dass er sich ändert. Der Realist richtet seine Segel aus.“ – William Arthur Ward

Dritte Säule: realistischer Optimismus!

Es gibt sie immer noch. Auch in der heutigen Zeit. Die Menschen, die dich mit einem freundlichen Lächeln begrüßen. Menschen, die Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlen. Die trotz allem mit sich und der Welt im Reinen sind. 

Es ist so schwierig in unserer heutigen Zeit optimistisch zu bleiben. Die Medien überschütten uns mit negativen Nachrichten. Die Menschen sind im Klagemodus. Alles fühlt sich irgendwie schlecht an. 

Positive Meldungen sind rar und kaum zu finden.

Optimismus ist eine tiefgreifende Einstellung. Resiliente Menschen betrachten sowohl aktuelle Situationen als auch zukünftige Entwicklungen positiv und von der besten Seite. Es ist und wird alles gut - das ist ihre innere Einstellung.

Dabei geht es nicht um einen rosaroten Blick ohne Bezug zur Realität. Es ist die positive Einstellung zur Realität. Der realistische Optimist (oder eben der resiliente Mensch) ist in der Lage, selbst in schwierigen Situationen etwas Sinnvolles und Positives zu erkennen. 

Was heißt resilient?

Die folgenden Übungen unterstützen dich in deinem Optimismus. 

1. Reduziere negative Nachrichten.
Irgendwo in Amerika hat es einen Busunfall gegeben. 11 Tote und 15 Verletzte. Der Nachrichtensender bringt es den ganzen Morgen - halbstündlich.

Ist die Nachricht wichtig für dich? Kannst du etwas ändern? Auf der ganzen Welt passieren täglich Verkehrsunfälle. So ist das Leben leider. 

Eine Dauerschleife an Katastrophenmeldungen schadet deinem Optimismus. Unterbrich die negative Nachrichtenflut. 

Informiere dich einmal am Tag über das Weltgeschehen und dann stell die Nachrichten ab. Höre stattdessen Musik oder Podcasts. Dinge, die deinen Optimismus stärken und mit denen du deinen Kopf frei bekommst.

2. Sei dankbar. 

Mach dir all die guten Dinge in deinem Leben und überhaupt auf der Welt bewusst. Suche sie und sei dankbar.

Worüber freust du dich? Was ist heute gut gelaufen? Welche positiven Erlebnisse und Eindrücke hattest du?

Führe täglich Dankbarkeitsübungen durch. 

3. Lenke dein Augenmerk auf die positiven Sachen im Leben. 

Jede noch so schwierige Situation hat auch einen positiven Aspekt. Gehe bewusst auf die Suche. Richte deinen Blick auf das Gute - so klein und unbedeutend es auch sein mag. Du trainierst so eine optimistische Sichtweise.

In Lebenskrisen und bei großen Niederlagen kannst du dann einfacher zuversichtlich bleiben. Du stärkst deine Resilienz. 

Sieben Säulen der Resilienz - Säule Drei

Säule Drei: Lebe optimistischen Realismus!

2.5 Vierte Säule der Resilienz - Übernimm Verantwortung!

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ – Molière

Vierte Säule: Verantwortung übernehmen!

Verlasse mit realistischem Optimismus deine Opferrolle und konzentriere dich auf deine Stärken. Somit kannst du auch spielend leicht Verantwortung übernehmen.

Wenn deine ersten drei Säulen der Resilienz gestärkt sind, dann kannst du einfacher Verantwortung übernehmen. Verantwortung für dich und dein Leben. 

Wie sieht es bei dir aus? Wer trifft Entscheidungen für dein Leben? Lässt du dich möglichweise von anderen Menschen führen und lenken?

Verantwortung zu übernehmen, bedeutet für das eigene Leben bewusste Entscheidungen zu treffen und für mögliche Konsequenzen einzustehen. Das gilt sowohl für das eigene Handeln wie auch das Unterlassen von Handlungen. 

1. Stehe zu deinen Fehlern und Misserfolgen. 

Fehler zu verstecken und Misserfolge klein reden, ist feige und unprofessionell. Andere seine Fehler ausbaden zu lassen, ist noch viel schlimmer. 

Fehler sind menschlich und werden immer passieren. Akzeptiere, dass nicht alles, was du tust, sofort klappt und perfekt läuft. 

Lerne zu deinen Fehlern zu stehen. Verurteile dich nicht für deine Fehler. Betrachte Misserfolge immer als "Steine" auf dem Weg zu deinem Erfolg. 

Alle erfolgreichen und resiliente Menschen scheuen die Konsequenzen für ihre Eigenverantwortung nicht. Sie stehen zu ihren Fehlern und lernen daraus. Sie suchen nach neuen Lösungen und machen es das nächste Mal besser. 

2. Lerne zu entscheiden. 

Rede nicht lange um den heißen Brei herum. Halte keine Hintertürchen als Ausrede offen. Entscheide einfach!

Und wenn du eine Entscheidung getroffen hast, dann sollte sie endgültig sein. Setze deine Idee so um, wie du dir das vorgestellt hast. Ändere nicht laufend deine Meinung und Entscheidung. 

Akzeptiere auch hier von vornherein, dass nicht alle deine Entscheidungen immer gut sind. Es wird auch Fehlentscheide geben. Aber je öfters du entscheidest, umso besser und einfacher werden deine Entscheidungen sein. 

Was heißt resilient - Verantwortung tragen

Suche bewusst nach größerer Verantwortung. Setze dir hohe Ziele. Je mehr Verantwortung du trägst, umso resilienter und widerstandsfähiger wirst du. 

3. Informiere dich. 

Je besser du informiert bist, umso leichter ist es, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Mit fundiertem Wissen kannst du dir und anderen immer erklären, warum du so oder so entschieden und gehandelt hast. 

Sieben Säulen der Resilienz - Säule 4

Säule Vier: Übernimm Verantwortung!

2.6 Fünfte Säule der Resilienz - Finde Lösungen!

„Denke nicht in Problemen. Denke in Lösungen.“ – Wolfgang von Goethe

Fünfte Säule: Zu Lösungen kommen!

"Wenn du etwas nicht magst, dann ändere es. Wenn du es nicht ändern kannst, ändere deine Einstellung. Beschwere dich nicht." - Maya Angelou

Was heißt resilient

Bei der fünften Säule der sieben Säulen der Resilienz geht es um Probleme und Sorgen, die du in der Lage bist zu verändern.

Sorgen oder Probleme sind nämlich wie ein Schaukelstuhl. Du brauchst viel Energie, aber es bringt dich nicht voran. Stell dir also vor, du konzentrierst deine gesamte Energie nicht auf dein Problem, sondern auf die Lösung. 

1. Grübeln aufhören 

Stoppe als erstes dein ewiges Grübeln um dein Problem. Du findest viele Übungen dazu in meinem Beitrag Gedankenkarussell stoppen.

2. Lösungsfokus-Technik

Diese Technik habe ich aus dem Buch "Glücklich ohne Grund" von Marci Shimoff. (siehe auch Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung.)

Schreibe alle Antworten der nachfolgenden Fragen auf ein Blatt Papier:

  • Denke an ein Problem oder eine Situation, über die du dich beklagst. Bewerte deine Gefühle auf einer Skala von 1 -10. Eins bedeutet: du bist mit der Situation überhaupt nicht zufrieden. Und Zehn: du bist mit der Situation sehr zufrieden.
  • Falls du keine 1 vergeben hast: sehr gut. Dann schreibe jetzt auf, weshalb dein Zufriedenheitsgrad diese Punktzahl erreicht hat und nicht niedriger liegt. Liste so viele Gründe wie möglich auf. Und falls du eine 1 vergeben hast, dann mach mit dem nächsten Punkt weiter. 
  • Was wären die ersten winzigen Anzeichen, dass deine Zufriedenheit um einen Punkt gestiegen ist? Denk gut darüber nach und schreibe so viele Dinge auf, wie dir einfallen.
  •  Angesichts dessen, was du geschrieben hast: wie würden die ersten kleinen Schritte aussehen, die du in den nächsten Tagen unternehmen könntest, um deine Zufriedenheit zu erhöhen?
  • Setz einige Ideen um. Achte darauf, wann du dich ein wenig zufriedener fühlst und baue aus, was dir dabei hilft. 
3. Gelassenheit üben

Es gibt tatsächlich auch Probleme, die lösen sich von selbst oder mit deiner nötigen Gelassenheit. Das kennst du sicher auch.

Also statt mit übertriebenem Aktionismus nach einer Lösung für das Problem zu suchen und dich im schlimmsten Fall zu verrennen, kannst du einfach das Gegenteil machen. Nämlich gar nichts oder besser gesagt, abwarten. 

Selbstverständlich solltest du in der Lage sein, zu erkennen, wann du ein Problem "aussitzen" kannst. Wirkliche Probleme, die dich und dein Umfeld massiv beeinflussen, solltest du immer so schnell wie möglich lösen. Aber oft werden ja auch Probleme "erfunden", wo gar keine sind 🙂

Sieben Säulen der Resilienz -  Säule 5

Säule Fünf: Finde Lösungen!

2.7 Sechste Säule der Resilienz - Gestalte deine Beziehungen!

„Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ – Jim Rohn

Sechste Säule: Gestalte deine Beziehungen!

Deine Beziehungen haben einen großen Einfluss auf deine Stimmung. Sie motivieren oder deprimieren dich.

Mit welchen 5 Menschen verbringst du deine meiste Zeit? Welchen Einfluss haben sie auf dich, dein Leben und deine Motivation? Hast du auch Freunde außerhalb deiner Familie?

Dein menschliches Umfeld ist eines der wichtigsten Faktoren, um eine resiliente Persönlichkeit zu werden. 

1. Energiesauger aus Leben entfernen. Energiegeber bewusst suchen. 

Es gibt Menschen, die rauben dir deine ganze Kraft. Nach einer Verabredung fühlst du dich erschöpft, ausgelaugt oder gereizt. Vielleicht bist du sogar emotional abhängig. Bei anderen wieder bist du hochmotiviert, voller neuer Ideen und viel Power.

Da auch du nur begrenzte Ressourcen hast, ist es wichtig, kräftezehrende und energieraubende Menschen aus deinem Leben zu verbannen. Je nachdem wie nah dir die Person steht, kannst du den Kontakt entweder komplett abbrechen oder das Zusammentreffen auf ein Minimum reduzieren. Vielleicht kann auch ein klärendes Gespräch helfen, indem du zum Beispiel aufzeigst, wieviel Kraft dir das ewig negative Reden kostet. 

2. Pflege bewusst Freundschaften. 
Umfragen haben ergeben, dass Menschen mit fünf oder mehr engen Freunden (Familienangehörige nicht mit eingeschlossen) sich zu 50 Prozent häufiger als "sehr glücklich" bezeichnen. Eine weitere Umfrage hat gezeigt, dass Menschen glücklicher sind, wenn ihnen enge Freundschaften und liebevolle Beziehungen wichtiger sind, als Wohlstand, Status und Erfolg. (Quelle: "Glücklich ohne Grund" von Marci Shimoff)

Glückliche Menschen sind oft auch resiliente Menschen. Mit engen und vertrauensvollen Beziehungen kannst du deine Resilienz massiv festigen. Deshalb pflege deine Freundschaften. Falls du keine engen Freunde mehr hast, dann suche sie dir. Überlege dir zum Beispiel, wer früher zu deinem engen Freundeskreis gehörte und "reaktiviere" die Freundschaft. .

Was bedeutet resilient
3. Suche dir motivierte Menschen, die die gleichen oder ähnliche Ziele haben. 

Hast du einen Traum oder eine Leidenschaft? Du kennst aber niemanden in deinem Umfeld und Freundeskreis, der diese Leidenschaft mit dir teilt? Ganz im Gegenteil, es gibt Menschen, die möchten dich davon abhalten und halten dir vor Augen, wie nutzlos das alles doch ist...

Suche dir Unterstützung. Finde Menschen mit den gleichen Leidenschaften und Zielen. Du wirst immer Menschen finden, die ähnlich wie du fühlen und denken. Das Internet ist heute fast grenzenlos. Dort wirst du deine Mitstreiter finden. 

Diese Menschen werden dich stärken. Und deine persönliche mentale Stärke wird automatisch deine Resilienz erhöhen. 

Sieben Säulen der Resilienz - Säule Sechs

Säule Sechs: Gestalte deine Beziehungen!

2.8 Siebte Säule der Resilienz - Plane deine Zukunft!

„Niemand kann sein Leben rückwärts leben. Schau nach vorne, da liegt deine Zukunft.“ – Ann Landers

Siebte Säule: Plane deine Zukunft!

Kennst du deine beruflichen oder privaten Ziele? Weißt du, wo du in den nächsten Jahren sein möchtest? Weißt du vor allem was dich glücklich macht und was dir gut tut? Wie möchtest du leben?

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die diese Fragen satt haben. Vor allem die im beruflichen Kontext. So ging und geht es mir jedenfalls. Dieses konkrete "sich weiter entwickeln müssen" und "Karriereziele definieren" fand ich immer unsympathisch. 

Trotzdem ist es wichtig. 

Meine Antwort auf derartige Fragen war meist: ich möchte in meiner Zukunft einen interessanten Job. Einen Job, der mich erfüllt, den ich liebe zu tun und der mich glücklich macht.

Möchtest du das nicht auch? Ein Leben, das dich erfüllt und mit deinen Prinzipien einhergeht? 

1. Gib deinem Leben einen Sinn. Finde deinen Sinn. 

Was ist das Wichtigste in deinem Leben? Was ist der Sinn deines Lebens? Kannst du diese Fragen beantworten?

Die meisten Menschen können es nicht. Sie wissen nicht, was sie auf diese Fragen antworten sollen. Oft wird viel zu weit gesucht. Viele meinen, einen Sinn ergibt das Leben nur, wenn du 

  • eine bahnbrechende Erfindung machst
  • Menschenleben rettest
  • du für dein Land im Krieg kämpfst

Nein, es sind auch die kleinen Dinge, die zählen. 

  • Du bist glücklich und zufrieden. Und deine Ausstrahlung hilft anderen Menschen auch unbeschwerter durchs Leben zu gehen.
  • Du bist ein Experte in deinem Beruf und bist mit deiner Qualität ein Vorbild für andere. 
  • Deine Kinder lieben dich, weil du eine liebevolle Mutter bist. 
Was heißt resilient1

Überlege, was der Sinn deines Lebens ist. Und lebe ihn. 

2. Visionen haben. Finde deine Leidenschaften. 

Arbeitest du auch nur, um Geld zu verdienen? Findest du überhaupt Befriedigung in dem, was du tust? Hast du das Gefühl, du kannst nicht frei entscheiden, welchen Beruf du ausüben möchtest?

Zugegeben, es ist immer nicht einfach. Oft ist der finanzielle Druck zu groß, um etwas Neues zu wagen. Vielleicht musst du eine Familie versorgen und das Risiko eines Jobwechsels ist zu hoch.

resilient, was heißt das? - Visionen

Sehr viele Menschen trauen sich aber einfach nicht. Sie sind zu bequem. Aber ist es das wirklich wert? Möchtest du dein ganzes Leben lang frustriert und demotiviert sein?

Fange an zu träumen. Suche und finde deine Leidenschaften. Was machst du gern? Was erfüllt dich? Wo bist du stark?

Resiliente Menschen leben ihre Visionen und Passionen. Deshalb sind sie auch so stark und widerstandsfähig. 

3. Keine Fremdbestimmung. Lass dir kein Leben aufzwingen. Bestimme selbst, wie deine Zukunft aussieht.

Ohne Selbstbestimmung müsstest du in deiner Zukunft nur das machen, was andere dir vorgeben oder von dir erwarten. 

Triff deine Entscheidungen selbst. Nimm gezielt Einfluss auf deinen Zukunftsweg und erreiche deine persönlichen Ziele. Es geht hier nicht darum, dass du dir nie helfen lässt. Es geht darum, dass du nicht fremd gesteuert wirst.

Aber Achtung. Wohin du heute auch schaust - überall gibt es Beispiele dafür, dass man versucht, dich zu beeinflussen. Meist auch auf subtile Art und Weise, so dass du es fast nicht merkst. Und das ist das Schwierige. Man suggeriert dir, du würdest selbstbestimmt entscheiden und handeln. Tatsächlich tanzt du unbemerkt nach der Pfeife eines anderen. 

Ein klassisches Beispiel ist Werbung. Sie ist ein Meister darin, deine Selbstbestimmung zu untergraben. 

Oft lässt du dich aber selbst und "freiwillig" fremd bestimmen. Du möchtest es allen recht machen, Erwartungen erfüllen oder möglichst wenig anecken. 

Also schaue genau hin. Plane deine Zukunft selbst und stärke so deine Resilienz. 

Sieben Säulen der Resilienz - Säule Sieben

Säule Sieben: Plane deine Zukunft!

2.9 Das Dach - der Schutz der Sieben Resilienz-Säulen

Dein Dach der sieben Säulen der Resilienz ist dein "Barometer". Das Dach muss fest verankert auf allen Sieben Säulen sein. Damit das Dach nicht beim nächsten Sturm davon fliegt, sollte es stabil und gleichmäßig auf allen sieben Säulen aufliegen. 

Kontrolliere deshalb regelmäßig alle sieben Säulen der Resilienz.

  • Hast du eine Säule vernachlässigt? >> Dann kümmere dich um sie. 
  • Welche Säule benötigt im Moment sehr viel Energie? >> Dann suche nach neuen Lösungen, um diese Säule zu stärken.
  • Führe dir regelmäßig vor Augen, was resilient heißt. Was es bedeutet, ein resilienter Mensch zu sein. Nimm dir fest vor, deine Resilienz zu erhöhen und zu festigen. 

3. Fazit - Sieben Säulen der Resilienz

Die Sieben Säulen der Resilienz ist ein mächtiges "Tool", um deine Widerstandsfähigkeit zu stärken. Wenn du für alle deine Säulen konsequent Übungen machst und diese in deinen Alltag einbaust, wirst du kontinuierlich resilienter werden. Dein Leben wird sich einfacher anfühlen.

Ein ähnlich starkes Tool ist das Lebensrad. Auch mit dem Lebensrad kannst du resilienter werden und deine Lebensbereiche stärken.  

Welche Säule ist bei dir die Stärkste? Und welche Säule ist die Schwächste? Was heißt resilient für dich? Schreib doch in den Kommentaren deine Erfahrungen mit den Sieben Säulen der Resilienz.

ÜBER dIE AutorIN

Grit Schönherr ist Gründerin und Hauptautorin von 365mentalfit. Sie ist Coach für mentale Gesundheit und ausgebildete Mentaltrainerin. Grit ist überzeugt, dass Glück und Erfolg im Kopf beginnen. Sie hilft anderen Menschen zu mehr mentaler Stärke, damit sie ihren Alltag gelassen meistern und ihre Ziele effizient erreichen können.
Mehr über Grit erfährst du hier.

  • Krisenmanagement und Resilienz sind eng verwandt. Im betrieblichen Kontext können Notfallübungen eine gute Resilienz beim Personal aufbauen. So kann präventiv was bei unvorhergesehenen Ereignissen getan werden.

    • ja, das denke ich auch. Die sieben Säulen der Resilienz stärken uns ja vor allem für Krisen. Und das man damit auch das Personal aufbauen und stärken kann, finde ich gut und logisch.

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